Einblicke in den Technopark Luzern
Der Technopark Luzern will eine aktive und erfolgsorientierte Sphäre für dynamisches Jungunternehmertum, Wissenstransfer und Förderung sein. Entsprechend vielfältig und lebendig präsentiert sich der Technopark aus der Innensicht.
25.04.2012
Herr Lingg, wie unterstützen Sie junge Unternehmer?
Der TECHNOPARK® Luzern bietet seit 2003 Jungunternehmen Rahmenbedingungen für einen optimalen Start und langfristigen Erfolg. Das steigere die Überlebensrate der …
Jüngster Zuzug: Jungunternehmer im TECHNOPARK® Luzern
Hansruedi Lingg ist seit 2011 Geschäftsführer des TECHNOPARK® Luzern. Zuvor war er für fünf Jahre Head of Area Center für die Swisscom in Basel. Lingg hat an der ETH Zürich Elektroingenieur studiert.
Sven Moosberger, Firmengründer: «Im ersten Jahr konnten wir von einer kostenlosen Büroinfrastruktur profitieren.»
… gegründeten Firmen, sagt TECHNOPARK® Luzern Geschäftsführer Hansruedi Lingg. Inzwischen haben über 50 Neugründungen vom Angebot des Technoparks profitiert.
Interwiew und Artikel: Anna Birkenmeier, Neue Luzerner Zeitung
Herr Ling, welche Starthilfe leistet der Technopark genau für die jungen Firmengründer?
Hansruedi Lingg: Nebst den Räumlichkeiten und der modernen Infrastruktur im D4 Business Center können die Startups vor allem ein gezieltes Coaching in Anspruch nehmen. Zudem ermöglichen wir den Jungunternehmern den Zugang zu potenziellen Investoren, Geschäftspartnern und anderen Start-ups. Ein gut ausgebautes Netzwerk ist für Jungunternehmer von grosser Bedeutung. Ausserdem profitieren die Start-ups von der Marke Technopark als Qualitätssiegel, da nur selektierte Unternehmen mit hoher Qualität in den Technopark aufgenommen werden. Und dieses schafft Vertrauen bei Kunden und Partnern und macht gerade in der Anfangsphase vieles einfacher.
Stichwort Coaching. Weshalb ist das so wichtig?
Lingg: Ein langfristiges Coaching ist wohl einer der wichtigsten Eckpfeiler bei der erfolgreichen Unternehmensgründung. Unser Ziel ist es, das Start-up mit gezieltem Coaching finanzierbar zu machen. Dazu ist der gezielte Abbau der Risiken in der richtigen Reihenfolge notwendig – die kundenseitigen Risiken sind dabei häufig an erster Stelle. So ist etwa das Technopark-Start-up-Modell ein schweizweit einzigartiges Programm, das die Jungunternehmen über die ganze Aufbauphase von vier bis fünf Jahren begleitet und unterstützt. Schon vor der Firmengründung werden die Start-ups bei der Ideenprüfung sowie der Unternehmens- und Marktanalyse unterstützt. Es folgt die Start-up-Phase mit dem Ziel, erste Kunden für ein marktreifes Produkt zu gewinnen. In der danach folgenden Early-Growth-Phase geht es primär darum, die Kundenbasis zu verbreitern.
Weshalb sollten Start-ups noch mehr unterstützt werden?
Lingg: Ideen sind in der Schweiz genügend vorhanden. Das zeigen die überdurchschnittlich vielen Patentanmeldungen hierzulande. Diesen Ideenreichtum gilt es zu nutzen und zu unterstützen. Hier setzen wir an. Eine Tatsache ist, dass nur jedes zweite Schweizer Jungunternehmen überlebt. Mit der Unterstützung, wie der Technopark Luzern sie bietet, steigt die Überlebensrate nach fünf Jahren auf 80 Prozent.
An wen richtet sich Ihr Angebot?
Lingg: Unser Angebot richtet sich an Start-ups in der Zentralschweiz, die durch einen einzigartigen Kundennutzen im technologischen Bereich überzeugen. Die Interessenten können sich bei uns bewerben und durchlaufen dann ein Akkreditierungsverfahren, das am Ende über die Aufnahme entscheidet.
WENN HOCHSCHULEN STARTHILFE LEISTEN
Start-ups – Hochschulen haben das Potenzial von jungen Firmengründern erkannt. Diese werden auf ihrem Weg in die Selbstständigkeit unterstützt. Nicht nur mit Geld.
Immer mehr junge Hochschulabsolventen zieht es in die Selbstständigkeit. Dabei ist der Anfang schwer und die Unternehmensgründer auf Unterstützung angewiesen. In der Schweiz gibt es zahlreiche Institutionen, die bei der Firmengründung mit Rat und Tat zur Seite stehen. Einen wichtigen Part übernehmen die Universitäten und Fachhochschulen, die ihren Studierenden auf dem Weg in die Selbstständigkeit Hand bieten. Denn Jungunternehmen leisten einen wichtigen Beitrag an der Gesamtwirtschaft und sind als Innovationstreiber von hoher Bedeutung.
ETH ist Pionier
Diese Bedeutung hat die ETH Zürich bereits in den 90er-Jahren erkannt und unterstützt seither junge Absolventen bei der Firmengründung. 2011 wurden 22 Unternehmen gegründet, zwei mehr als im Vorjahr. Besonders stark vertreten ist der Dienstleistungs- und Beratungssektor. Insgesamt gingen in den letzten fünf Jahren 110 dieser Ausgründungen aus der ETH hervor.
Eines davon ist You Rehab, eine Ausgründung des Instituts für Neuroinformatik der Universität Zürich und der ETH Zürich. Dazu der CEO Oliver Ullmann: «Wir haben verschiedene hilfreiche Unterstützungen von der ETH erhalten. Einerseits stand sie uns in der Gründungsphase für technologische Aspekte beratend zur Seite, andererseits unterstützte sie uns in der Sicherung der Patent- und Technologierechte sowie der Lizenzverträge.» Daneben konnte die junge Firma auch zu günstigen Konditionen im Technopark Büroräumlichkeiten für zwei bis drei Jahre mieten. Hinzu komme, dass die Nennung der ETH Zürich und der Universität Zürich neben dem Firmennamen eine gewisse Reputation darstellt, so Ullmann.
Theologen gründen Unternehmen
Auch die Universität Zürich steht ihren Studierenden und Doktorierenden seit Anfang Jahr mit der Start-up-Plattform Startup@UZH auf dem Weg zur Unternehmensgründung hilfreich zur Seite: «Unser Ziel ist es, Studierende und Doktorierende im Bereich Firmengründung von der Idee bis zur Umsetzung zu unterstützen. Dazu verlinken wir diese mit Dienstleistern, UZH-Entrepreneuren, Investoren, Fördervereinigungen und anderen Studierenden», erklärt Alan Frei, Leiter Startup@UZH.
Das Ziel von Startup ist es, innovative Jungunternehmer zu fördern – denn Potenzial ist genügend vorhanden. «Die Nachfrage nach unserem Angebot ist enorm. Interessenten kommen aus allen Fachrichtungen. Von der Betriebswirtschaft über die Informatik bis hin zur Theologie», erklärt Frei. Nicht nur wer Betriebswirtschaftslehre studiert habe, könne eine innovative und markttaugliche Idee verwirklichen, so Frei.
Auch an der Hochschule Luzern (HSLU) ist das Interesse zur Unternehmensgründung gross. «Wir bieten einen einwöchigen Kurs an, in welchem wir erste Informationen und Hilfe bei der Gründung leisten», so Ivo Cathomen, Mitgründer der Kommunikationsagentur Illux und Gastdozent an der HSLU. Das Angebot richtet sich an Absolventen im Bereich Design und Kunst. Rund 95 Prozent dieser Studenten machen sich nach dem Abschluss selbstständig.
Finanzielle Unterstützung bieten Hochschulen in den meisten Fällen nicht. Praktische Hilfe aber allemal. Sven Moosberger ist Gründer einer Ausgründung der Hochschule Luzern und betreut seit Anfang 2010 den Lizenzverkauf und Support von Equa, einer schwedischen Firma für Simulationssoftware, in der Schweiz: «Als Spin-off der HSLU arbeiten wir auch heute noch eng mit dieser zusammen. Neben dem Netzwerk konnten wir im ersten Jahr vor allem von einer kostenlosen Büroinfrastruktur profitieren.» Ein wesentlicher Beitrag, wenn man das knappe Budget junger Unternehmensgründer bedenkt.
Private Förderungsinitiativen
Unterstützung leisten auch andere Organisationen. Allen voran die Förderagentur des Bundes für Innovation (KTI). «Wir unterstützen mit unserer Start-up-Förderung unternehmerische Initiativen des Nachwuchses in Wissenschaft und Wirtschaft, also Leute, die mit einer Idee aus ihrer eigenen Forschung oder Entwicklungsarbeit eine Firma gründen wollen», erklärt Walter Steinlin, Präsident der KTI.
Dazu bietet die KTI Jungunternehmern Unterstützung durch Unterricht, Training und Coaching an. Am Ende des Coaching-Prozesses, wenn die Firma auf eigenen Beinen steht, werden die besten Jungunternehmen mit dem KTILabel ausgezeichnet. Dieses Label bestätigt die Voraussetzungen und die Fähigkeit, nachhaltig zu wachsen und investiertes Kapital unternehmerisch einzusetzen. Dabei erhöht es erfahrungsgemäss die Chancen, Investoren zu finden. «Bei einer Überlebensrate von 86 Prozent haben Firmen mit dem KTI-Label seit 1996 direkt 3700 und indirekt 10 000 hoch qualifizierte Arbeitsplätze geschaffen», so Steinlin.
Wichtig fürs Wachstum
Regeln: Unternehmensgründungen und Unternehmergeist gelten als wichtige Faktoren für das Wirtschaftswachstum. In der Schweiz ist es vergleichsweise einfach, ein Unternehmen zu gründen. Nur für wenige Berufe benötigt man dazu besondere Bewilligungen. Ausnahmen sind reglementierte Bereiche auf Ebene von Bund (Gesundheitsberufe) und Kantonen (Verkehr usw.). Der Bund gewährt keine finanzielle Unterstützung bei der Gründung neuer Unternehmen. Bei Innovationsprojekten im europäischen Raum können Jungunternehmen und Ausgründungen eine Förderung beim Innovationsprogramm Eurostars beantragen.
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Da steht, was geht – Veranstaltungen im Technopark Luzern
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Unterstützung für Startups in der Schweiz I/IV:
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Wer unterstützt Jungunternehmer in der Schweiz? Dieser Frage will ich in der Oktober-Serie nachgehen. Ergebnis meiner Recherche wird eine Reihe von Listen sein, mit Namen …
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Zentrum für Unternehmergeist und Innovation
www.digiscape.ch, 01.10.2009
Der Technopark Luzern will auf der Basis von zukunftsorientierten Technologien die Gründung und das Wachstum von marktorientierten Jungunternehmen fördern, …
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Innovation Now – dank Mikrosystemtechnik
NTB Interstaatliche Hochschule für Technik Buchs, 24.06.2009
Die Mikrosystemtechnik ist eine Querschnittstechnologie, die in vielen industriellen Bereichen ein treibendes Innovationselement darstellt. Mit der Veranstaltung …
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Spin-offs
www.hslu.ch, 29.05.2009
CBL Electronics / www.cbl-electronics.ch / seit 2003 / am Technopark Luzern
MagicSticks / www.magicsticks.ch / seit 2007 / am Technopark Luzern …
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Von der Vision zur Wertschöpfung
www.elektrotechnik.ch, 24.04.2009
Für Charles Keusch ist der Technopark Luzern der Inkubator in der Zentralschweiz. Der Geschäftsführer wird geradezu euphorisch, wenn er über das «Future Valley Lucerne» …
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Technologiepark
www.wikipedia.org, 19.01.2009
Ein Technologiepark oder Technopark ist ein Ort, an dem ausgewählten Jungunternehmen aus dem Technologiesektor eine gemeinsame Infrastruktur zur Verfügung gestellt wird. …
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Venture Apéro Luzern
www.roi-online.ch, 04.01.2009
Der Businessplan - So planen und steuern Sie Ihr Unternehmen erfolgreich. Ihr Nutzen: Know-How-Gewinn, Erfahrungsaustausch, zusätzliche Geschäftskontakte! …
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Palmers Solartaxi ist in «Monk» zu sehen
www.nlz.ch, 01.08.2008
Der Luzerner Abenteurer Louis Palmer ist auf der Weltumrundung mit seinem Solartaxi in Hollywood angekommen. Er sei mit mehreren Film- und Fernsehstars zusammengetroffen …
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