Technopark Luzern News

Was immer sich im Technopark Luzern Wichtiges ankündigt, ereignet, verändert, entwickelt – wir halten Sie auf dem Laufenden.

 

31.12.2010

Interview mit Charles Keusch: «Wir müssen uns an Firmen beteiligen»

Charles Keusch tritt nach sieben Jahren als Technopark-Chef Luzern ab – und beklagt die Wachstumsmöglichkeiten am Standort in Root.

Interview: Ueli Kneubühler, Luzerner Zeitung

Charles Keusch, Geschäftsführer TECHNOPARK® Luzern

Seinen Blog hat er letztmals Ende Februar aktualisiert. Untätig war der abtretende Technopark-Chef allerdings nicht. In seinem letzten Jahr an der Spitze der unternehmerischen Talentschmiede sind zwölf Start-ups neu eingetreten (siehe Box). Nach sieben Jahren zieht Keusch Bilanz.

Charles Keusch, mit null gestartet, betreut der Technopark Luzern heute etwas mehr als 40 Start-ups. Es könnten mehr sein.

Charles Keusch*: Sicher. Trotzdem bin ich zufrieden, wir liegen auf Zielkurs. Wir schauen uns jährlich 100 bis 150 Businesspläne an, wählen dabei aber nur jene aus, die sich von anderen Start-ups positiv differenzieren, mit neuen Ideen und Wegen und natürlich zu unserm geografischen Standort passen. Durchschnittlich wachsen wir mit jährlich sieben Firmen. In einem Jahr wollen wir erstmals die Fünfziger-Grenze erreichen.

Kumuliert kommen die Start-ups im Technopark auf 35 bis 40 Millionen Franken Umsatz. Wie sehen Ihre Umsatzziele aus?

Keusch: Bis 2015 streben wir einen Jahresumsatz von 130 bis 150 Millionen Franken an. Damit würden wir 500 Arbeitsplätze schaffen. Heute sind wir bei 170 geschaffenen Stellen.

Bietet das Businesscenter D4 in Root genügend Platz für diese Expansion?

Keusch: Kurzfristig können wir unsere Wachstumspläne noch realisieren. In den nächsten Jahren muss das Flächenangebot aber ausgebaut werden, sonst sind die Wachstumsmöglichkeiten des Technoparks Luzern beschränkt.

Haben Sie entsprechende Signale seitens des D4-Hauptinvestors, der Suva, erhalten? Sie hat bislang gut 200 Millionen Franken ins Businesscenter gesteckt.

Keusch: Nach dem Start 2003 arbeiten im D4 aktuell mehr als 2000 Personen in fünf Gebäuden auf 53 000 m2. Das ist ein eigentlicher Business-Campus, ein Erfolgsmodell. Die Suva als Eigentümerin ist interessiert, das D4-Business-Center weiterzuentwickeln, sobald die Nachfrage nach zusätzlichen Mietflächen bestätigt wird. Als nächsten Ausbauschritt ist die Realisierung des Bürogebäudes Z1 mit einer Bruttogeschossfläche von rund 18 000 m2 geplant. Die Baueingabe soll schon 2011 erfolgen.

Stichwort Finanzierung: 50 Prozent der Technopark-Kosten (Budget 2010: 63 000 Franken) deckt die Privatwirtschaft, 35 Prozent übernehmen Bund und Kanton, 15 Prozent werden mit Eigenleistungen erarbeitet. An den erfolgreichen Start-ups ist der Technopark selbst nicht beteiligt. Ist das noch zeitgemäss?

Keusch: Der Technopark verfolgt seit der Gründung ein Public-Private-Partnership-Modell. Ich bin allerdings der Meinung, dass man das überdenken sollte, und plädiere für eine Beteiligung an den Start-ups. Das wäre der einzig richtige Weg. Wir unterstützen, coachen und begleiten die Jungfirmen während der schwierigen Startphase und stellen ihnen eine hervorragende Infrastruktur zur Verfügung. Dass der Technopark bei erfolgreichem Geschäftsgang der Start-ups in einem gewissen Rahmen partizipiert, ist daher nichts als logisch.

Und weshalb wird das nicht umgesetzt?

Keusch: Mit der Beteiligung an den Jungunternehmen käme ein spekulatives Element hinzu, das im heutigen Umfeld noch keine Mehrheit findet.

Jährlich stossen sieben Start-ups zum Technopark Luzern. Woher stammen diese, zumal die Hochschule Luzern nicht gerade durch die Gründung von Spinoffs glänzt.

Keusch: Wir entdecken unsere Startups als Experten im Rahmen der Jungunternehmer-Ausbildungsprogramme in der Schweiz. Die hiesige Hochschule ist für uns ein wichtiger strategischer Partner. Allerdings werden noch relativ wenige Spin-offs geboren. Im Gegensatz dazu haben Doktoranden der ETH in Zürich alleine 2009 24 Firmen gegründet.

Worin liegt in Luzern das Problem?

Keusch: Spin-offs der universitären Hochschulen werden primär von frisch abgeschlossenen Doktoren im Umfeld ihrer Doktorarbeit gegründet. Da Soziologen und Theologen eher weniger Neuunternehmungen gründen und den Fachhochschulen das Promotionsrecht bis anhin verwehrt wird, stehen Luzern damit auch keine «Spin-off-Doktoranden» zur Verfügung. Die Fachhochschulen fördern den Technologietransfer primär über Forschungprojekte mit KMU, weniger über die Gründung von neuen Firmen. Allerdings unternimmt die Hochschule Luzern Anstrengungen, die Voraussetzungen für erfolgreiche Spin-offs zu verbessern. Trotzdem müssen das Start-up-Programm an der Hochschule ausgebaut und die Spinoff-Gründung über konkrete Leistungspakete gefördert werden.

Sie sprechen die jungen Forscher an, die direkt ab der Hochschule kommen. Viele der Start-ups im Technopark Luzern werden allerdings von Leuten im Alter zwischen 30 und 50 Jahren geführt.

Keusch: Das ist korrekt. Das sind Leute, welche die Freude als selbstständiger Unternehmer etwas später entdeckt haben oder die bereits zum zweiten oder dritten Mal ein Unternehmen gründen, ursprünglich oft aus der Region stammen und nicht selten eine Familie haben. Für die ist der Standort in Root, nahe bei der Stadt in einem ihnen bekannten Umfeld interessant.


* Der Technopark Luzern wurde 2003 gegründet und wird seit Beginn vom Weggiser Charles Keusch (62) geleitet. Der Ingenieur ETH übergibt die Geschäftsleitung des Technoparks per Ende Jahr dem Ebikoner Hansruedi Lingg. Keusch widmet sich ab Januar 2011 verstärkt seinem Unternehmen Keusch Venture Management.





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Campus Technopark Luzern

 

Referenten im Technopark Luzern

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 Barbara Artmann Barbara Artmann
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 Dr. Peter Guggenbach Dr. Peter Guggenbach
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